9. Internationale Kreislaufwirtschaftswoche (2018)

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Der Klimawandel und dessen Folgen auf lokaler und globaler Ebene sowie ein zunehmender Ressourcenverbrauch, Änderungen in der Landnutzung und in der Bevölkerungsstruktur bedingen einen stetig wachsenden Druck auf die begrenzt verfügbaren Umweltressourcen. Rheinland-Pfalz steht an der Spitze der bundesweiten Bemühungen um den Klimaschutz und verfügt über eine Vielzahl von innovativen Lösungen in der Umwelttechnik.

Diese Lösungen machen die internationale Kreislaufwirtschaftswoche in Rheinlandpfalz bei den mehr als 200 Teilnehmern so attraktiv. Die Teilnehmer über 30 verschiedenen Ländern, wie Brasilien, Taiwan oder Namibia, konnten sich vom 22. – 27. Oktober über die in der Region entstandenen Best-Practice Projekte vor Ort informieren. Die Technologieführungen, unter anderem zum Zero-Emission-Campus in Birkenfeld und zum Energie- und Technikpark der Stadtwerke Trier, fanden in den Bereichen Abfall-, Wasser- und Energiewirtschaft sowie Ressourceneffizienz statt. Auch in diesem Jahr bot die internationale Kreislaufwirtschaftskonferenz mit zahlreichen Besuchern ein abwechslungsreiches und interessantes Programm und eine Vielzahl von internationalen Kontakten, die im Anschluss bei der Abendgala weiter vertieft werden konnten.

Der Abendempfang im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum in Bad Kreuznach mit einer Begrüßungsrede von Staatssekretär Dr. Thomas Griese zum Thema “International partnership for Climate action“, stellte einen der Höhepunkte der Kreislaufwirtschaftswoche dar. Herr Dr. Griese vertiefte den Aspekt der Kreislaufwirtschaft und der Erneuerbaren Energien als entscheidende Elemente im Kampf gegen den Klimawandel. „Der Klimawandel ist in der Tat eine bedeutende Bedrohung für unsere Umwelt, unsere Gesellschaften und unsere Volkswirtschaften - und gefährdet unser Wohlergehen und unseren Wohlstand.“ Eine wohlhabende, offene und kohlenstoffarme Welt sei aber möglich, wenn alle daran arbeiten würden, so Griese.

Auf dem Abendempfang wurden bestehende internationale Beziehungen mit Kooperationsvereinbarungen besiegelt. Jorge Esparza, Geschäftsführer des Unternehmens Sedacei Automation, und Rüdiger Lanz, Geschäftsführer Firma Lanz Manufaktur in Simmertal, unterschrieben eine Vereinbarung über den Vertrieb von Lanz LED-Leuchten in Mexiko.

Präsident Professor Dr. Kuhn unterzeichnete eine Kooperationsvereinbarung mit der Ritsumeikan Asia Pacific University (Japan), der Al Akhawayn University (Marokko), der National Taipei University of Technology (Taiwan) sowie der Universidade Positivo (Brasilien) und der Universidad Panamericana (Mexico). Die Vereinbarung skizziert ein Kooperationsprogramm zwischen der International Material Flow Management Network University (IMAT) und den genannten Partnern und setzt das Ziel, den Wert von Bildungszusammenarbeit und Austausch zur Vertiefung des Verständnisses von technologischen, historischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fragen sowie die Traditionen der jeweiligen Kulturen zu stärken und durch Entwicklung und Austausch von Mitarbeitern und Studenten, gemeinsame Forschung und Wissensaustausch zu generieren.

Neben der IMAT-Vereinbarung wurde auch eine Vereinbarung zwischen dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) und dem Parque Tecnológico Itaipu, Brasilien (PTI) durch den Vorsitzenden des IfaS, Prof. Dr. Peter Heck und dem Direktor des Technologieparks Itaipu, Jorge Augusto Callado Afonso unterzeichnet. Sie vereinbarten den Austausch von Wissen, um nachhaltige Systemlösungen zu finden und bestehende Systeme zu verbessern.

Die Internationale Kreislaufwirtschaftswoche ist eine Veranstaltung des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) und des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier, mit Unterstützung von Ecoliance Rheinland-Pfalz e.V., dem Enterprise Europe Network (EEN), dem INTERREG Projekt GREATER GREEN und der Engagement Global gGmbH mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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DSC 0054DSC 0090DSC 0099Quelle Text und Bilder: MUEEF

 

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