Workshop „Welche Zukunft für das grenzüberschreitende Umwelttechnologienetzwerk GREATER GREEN?“

Nach vier Jahren der Umsetzung läuft die Finanzierung des GREATER GREEN-Projekts aus. Das 2016 begonnene Projekt zielte auf die Vernetzung der Cluster der Großregion im Bereich der Umwelttechnologie ab. Als erstes europäisches, grenzüberschreitendes Netzwerk für Umwelttechnologien verbindet der Meta-Cluster Netzwerke in Rheinland-Pfalz, Saarland, Lothringen, Luxemburg und Wallonien. Im Laufe dieser vier Jahre wurden vier thematische Arbeitsgruppen eingerichtet: Wasser und Abwasserwirtschaft, dezentrale Energiesysteme, nachhaltiges Bauen und Gebäudetechnik, Kreislaufwirtschaft und Recycling. Anfang November soll eine Broschüre mit den Leuchtturmprojekten auf dem Gebiet der Umwelttechnologien in den fünf Regionen veröffentlicht werden.

Am 14. Oktober 2020 hat GREATER GREEN im Rahmen der Veranstaltung „Connecting GR“ einen Workshop zum Thema des Dienstleistungsangebots und der Verstetigung des Projekts organisiert. Da die INTERREG-Förderung in diesem Jahr ausläuft, stellt sich die Frage, wie und mit welcher Struktur das etablierte Netzwerk weitergeführt werden kann.

Es wurden 20 Interviews durchgeführt, um die Bedürfnisse und Hindernisse für eine weitere Zusammenarbeit besser zu ermitteln. Zu den genannten Bedürfnissen gehörten: Vernetzung, Zugang zu externer Expertise im Tal von Europa, Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, Ausbildung und Unterstützung bei der Entwicklung von Kooperationsprojekten. Als größtes Hindernis wurde die Sprachbarriere genannt.

Mit Hilfe des Business Model Canvas-Tools wurden die möglichen Kunden und das Wertangebot für den Meta-Cluster definiert. Als Grundsätze gelten, dass der Meta-Cluster nicht mit dem Dienstleistungsangebot von Clustern konkurrieren, sondern dieses ergänzen und stärken soll, dass Cluster nicht miteinander konkurrieren sollen und, dass die angebotenen Dienstleistungen die grenzüberschreitende (oder sogar europäische) Zusammenarbeit fördern und erleichtern sollen. Der Meta-Cluster hätte also als Kunden in erster Linie die Cluster und indirekt auch die Kunden der Cluster (Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Hochschulen, Start-ups, usw.).

Zwei Strukturierungsszenarien sind vorgesehen: die dedizierte Struktur oder das strukturierte Kooperationsnetzwerk. Die Workshop-Teilnehmenden sprachen sich für das strukturierte Netzwerk aus, das niedrigere Betriebskosten aufweist, die Gefahr des Wettbewerbs zwischen einer Struktur und ihren Mitgliedern beseitigt und einen leichteren Zugang zu europäischen Fördermitteln für Projekte ermöglicht. Diese Option erfordert jedoch die Bereitschaft jedes einzelnen Mitglieds, seinen Beitrag zu leisten und innerhalb akzeptabler Fristen zu reagieren. Dieses Engagement muss mit der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens eingegangen werden. Die Governance wird alle sechs Monate in einer anderen Region rotieren.

 

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